Die Welt deiner Kinder ist bunt, leuchtend rotes Obst, das satte Grün der Wiese und das strahlende Gelb der Sonne. Doch während wir Erwachsenen ganz automatisch zwischen Azurblau und Smaragdgrün unterscheiden, ist das für dein Kind eine riesige kognitive Meisterleistung.
In diesem Artikel erfährst du, ab wann dein Schatz die bunte Welt nicht nur sieht, sondern auch benennen kann und wie du die Farbenlehre für Kinder erklärt bekommst, ohne dass der Spaß zu kurz kommt. 🎨
Die Entwicklung des Farbsehens: Von Schwarz-Weiß zur bunten Welt
Wusstest du, dass Babys die Welt anfangs fast wie einen alten Schwarz-Weiß-Film sehen? 🎥 In den ersten Lebenswochen nehmen sie vor allem starke Kontraste wahr.
- Nach ca. 2 Monaten: Dein Baby beginnt, erste Farben wie Rot und Grün zu unterscheiden
- Ab 5 Monaten: Das Farbspektrum erweitert sich fast auf das Niveau eines Erwachsenen Sehen ist also die Basis, doch das Farben benennen bei Kindern erfordert noch einen weiteren Entwicklungsschritt im Gehirn
Ab wann können Kinder Farben benennen? Die Meilensteine
Jedes Kind ist individuell, aber es gibt eine grobe Orientierung, an der du dich festhalten kannst:
- 18 bis 24 Monate (Zuordnen): Dein Kind versteht das Konzept "Gleich zu Gleich". Wenn du fragst: "Leg den roten Stein zum roten Turm", klappt das oft schon prima – auch wenn das Wort "Rot" noch nicht im Wortschatz ist
- 2 bis 3 Jahre (Erstes Benennen): In dieser Phase beginnt das aktive Farben benennen. Meist starten Kinder mit den Grundfarben. Wundere dich nicht, wenn heute alles "Blau" ist – das ist ein normales Training des Gehirns! 💙
- 4 Jahre (Sicherheit): Mit dem Kindergarteneintritt können die meisten Kinder die Grundfarben sicher unterscheiden und benennen.
Warum fällt das Farben-Lernen manchen Kindern schwer?
Vielleicht kennst du das: Dein Kind weiß genau, was eine "Erdbeere" ist. Aber wenn du fragst "Welche Farbe hat die Erdbeere?", herrscht Ratlosigkeit. Das liegt daran, dass Farben abstrakt sind. Eine Erdbeere kann man anfassen, sie schmeckt süß. Aber "Rot" ist keine Eigenschaft zum Anfassen. Dein Kind muss erst lernen, dass die Farbe eine Kategorie für sich ist, die unabhängig von der Form des Gegenstands existiert. Ein riesiger Schritt für kleine Entdecker!
Farbenlehre für Kinder erklärt: So vermittelst du die Basics
Du musst kein Kunstprofessor sein, um deinem Kind die Farbenwelt näherzubringen. Halte es einfach:
- Die Primärfarben: Starte mit Rot, Blau und Gelb. Das sind die "Zauberfarben", aus denen alles andere entsteht
- Die Magie des Mischens: Zeig deinem Kind, wie Sekundärfarben entstehen
- Blau + Gelb = Grün 🍏
- Rot + Gelb = Orange 🍊
- Rot + Blau = Lila 🍇
Tipps für den Alltag: So lernst du mit deinem Kind spielerisch Farben
Lernen passiert bei Kindern am besten ganz nebenbei. Integriere kleine Spiele in euren Tag:
- Die "Farben-Suche": "Wir decken den Tisch. Findest du drei Dinge, die so gelb sind wie die Banane?"
- Die bunte Brotzeit: Benenne beim Essen die Farben. "Möchtest du ein Stück von der roten Paprika oder der grünen Gurke?"
- Farben-Tag: Ruft einen "Blau-Tag" aus. Jeder zieht etwas Blaues an und ihr sucht draußen nach blauen Autos oder Blumen
Digitales Lernen mit Edurino: Farben entdecken mit Yuki und Co.
Wir bei Edurino wissen, dass Kinder die Welt mit allen Sinnen begreifen wollen. Deshalb verknüpfen wir die haptische Welt mit digitalen Abenteuern. In unseren Lernwelten begleiten die Kinder unsere Charaktere durch bunte Landschaften. Mit dem ergonomischen Eingabestift schulen sie nicht nur ihre Feinmotorik, sondern lernen in interaktiven Spielen, Formen und Farben präzise zuzuordnen. So wird die Bildschirmzeit sinnvoll genutzt und dein Kind wird spielerisch zum Farben-Profi!

Fazit: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo
Egal, ob dein Kind mit zwei Jahren schon alle Nuancen kennt oder mit vier Jahren noch manchmal Rot und Grün verwechselt: Bleib entspannt! Der Spaß am Entdecken ist viel wichtiger als das Auswendiglernen. Mit viel Neugier und ein bisschen spielerischer Unterstützung wird deine Welt bald ganz von alleine bunt besprochen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Farben-Lernen
Hier haben wir dir die wichtigsten Fragen kurz und knackig zusammengefasst:
Ab wann erkennt mein Kind den Unterschied zwischen Farben?
Bereits im Alter von etwa 18 Monaten können viele Kinder Farben einander zuordnen (z. B. den blauen Klotz auf das blaue Papier legen). Das aktive Benennen der Farbwörter folgt meistens erst später, ab ca. 2 bis 3 Jahren.
Welche Farben lernen Kinder zuerst?
In der Regel starten Kinder mit den kräftigen Grundfarben: Rot, Blau und Gelb. Auch Grün wird meist sehr früh erkannt. Schwieriger wird es später mit Mischfarben wie Orange, Rosa oder Braun sowie feinen Nuancen.
Mein Kind verwechselt mit 3 Jahren noch die Farben – ist das normal?
Ja, absolut! Das Benennen von Farben ist eine abstrakte Leistung. Dein Kind muss lernen, dass „Rot“ eine Eigenschaft ist, die sowohl ein Auto als auch ein Apfel haben kann. Viele Kinder nutzen anfangs ein Lieblingswort (z. B. „Alles ist Blau“), während sie die Kategorien noch trainieren.
Wie kann ich mein Kind beim Farben-Lernen unterstützen?
Baue Farben ganz ohne Druck in den Alltag ein. Kommentiere, was du siehst: „Schau mal, der rote Bus!“ oder „Möchtest du den gelben Becher?“. Auch Malen, Kneten oder die kreative Lernwelt von Edurino helfen dabei, die visuelle Wahrnehmung spielerisch zu schärfen.












