„M-A-M-A“ – für uns Erwachsene ist es glasklar. Doch hast du schon einmal beobachtet, wie dein Kind versucht, sein erstes Wort zu entziffern? Viele Eltern neigen dazu, ihrem Kind das klassische Alphabet beizubringen: „Em“, „Ah“, „Em“, „Ah“. Das Problem? Daraus ergibt sich im Kopf des Kindes „Emah-Emah“ – und nicht Mama.
Genau hier kommt das Lautieren ins Spiel. Es ist der magische Schlüssel, mit dem Kinder die Welt der Buchstaben wirklich verstehen.
Was ist Lautieren eigentlich?
Einfach erklärt bedeutet Lautieren, dass wir Buchstaben aussprechen, wie sie im Wort klingen, und nicht, wie sie im Alphabet heißen. Wir lassen die Begleitlaute (wie das „e“ in „Be“ oder das „eff“ in „F“) weg.
- Buchstabieren: B-E-R (Be-E-Er)
- Lautierung: B-U-R (B-u-r)
Die Lautierung hilft Kindern dabei, die Verbindung zwischen dem geschriebenen Symbol und dem tatsächlichen Klang herzustellen. So wird aus einer abstrakten Form ein echtes Geräusch, das sie bereits aus ihrer gesprochenen Sprache kennen. 💡
Warum ist das Lautieren für Kinder so wichtig?
Das Ziel beim Lesenlernen ist das sogenannte „Verschleifen“ von Lauten. Wenn lautieren Kinder dabei unterstützt, die einzelnen Phoneme direkt aneinanderzureihen, hören sie das Wort viel schneller heraus.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Schnelleres Leseverständnis: Wörter werden sofort als Ganzes erkannt
- Frust vermeiden: Das Kind versteht direkt, warum „H-U-N-D“ eben „Hund“ ergibt
- Sicherere Rechtschreibung: Wer Laute richtig hört, kann sie später besser in Buchstaben übertragen
Ab wann sollten Kinder ABC-Laute lernen?
Es gibt keinen „perfekten“ Tag X, aber die meisten Kinder entwickeln im Alter zwischen 4 und 6 Jahren ein Bewusstsein für die Phonologie. Wenn dein Kind anfängt zu fragen: „Was steht da?“ oder „Mit welchem Buchstaben fängt mein Name an?“, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um gemeinsam ABC-Laute zu lernen.
💡Wichtig: Bleib spielerisch! Es geht in der Vorschule nicht um Paukerei, sondern um das Entdecken von Klängen.
Praktische Tipps: Lautieren Beispiele für den Alltag
Du musst kein Lehrer sein, um dein Kind zu fördern. Hier sind einfache Lautieren Beispiele, die ihr überall ausprobieren könnt:
- Das Anlaut-Spiel: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das fängt mit Mmm an (nicht Em!).“
- Roboter-Sprache: Sprecht Wörter ganz langsam und zerhackt in ihre Laute aus: „Holst du mir bitte den B-a-ll?“
- Buchstaben-Suche: Sucht im Supermarkt nach Dingen, die mit einem bestimmten Laut beginnen. „Da ist eine A-pfelsine!“ 🍊
- Klang-Check: Klatscht gemeinsam Silben und versucht, nur den ersten und den letzten Laut eines Wortes zu benennen
Unterstützung durch EDURINO
Wir bei EDURINO wissen, dass Kinder am besten lernen, wenn sie Spaß haben. Unsere Welt rund um die Füchsin Mika ist speziell darauf ausgelegt, Kinder sicher an das erste Lesen und Schreiben heranzuführen.
Mit dem ergonomischen Stift und der App lernt dein Kind die Lautierung ganz intuitiv:
- Hören: Mika spricht die Laute klar und deutlich vor
- Nachsprechen: Dein Kind wiederholt die ABC-Laute
- Schreiben: Die Verknüpfung von Klang und Form wird durch das Nachfahren der Buchstaben gefestigt. ✍️
So wird das Tablet zur sinnvollen Lernstation, die dein Kind optimal auf die Grundschule vorbereitet.

Fazit & Checkliste für das Lautieren
Das Buchstaben aussprechen will gelernt sein, auch für uns Eltern! Wenn du dein Kind beim Lesenlernen unterstützt, achte darauf, die Buchstaben immer so rein wie möglich auszusprechen (also „Mmm“ statt „Em“). Mit ein bisschen Übung und spielerischen Elementen wird dein Kind im Handumdrehen zum kleinen Lese-Profi.
Deine Checkliste für heute:
- Vermeide das „E“ am Ende von Konsonanten (sag „Sss“ statt „Es“)
- Baue ein kurzes Anlaut-Spiel in den Alltag ein
- Schau dir an, wie Mika von EDURINO euch dabei unterstützen kann
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema lautieren
Hier findest du alle häufig gestellten Fragen rund um das Thema Lautieren bei Kindern.
Was ist lautieren bei Kindern?
Beim Lautieren sprechen Kinder Buchstaben so aus, wie sie im Wort klingen (z. B. „Mmm“ statt „Em“). Es hilft Kindern dabei, die Verbindung zwischen einem geschriebenen Buchstaben und seinem tatsächlichen Geräusch zu verstehen, was die Grundlage für das spätere Lesen und Schreiben ist.
Was ist der Unterschied zwischen lautieren und buchstabieren?
Der Hauptunterschied liegt im Klang: Beim Buchstabieren nutzt man die Namen der Buchstaben des Alphabets (A, Be, Ce, De). Bei der Lautierung konzentriert man sich nur auf den reinen Laut (A, B, K, D). Während Buchstabieren beim Sortieren hilft, ist Lautieren der Schlüssel, um Wörter flüssig zusammenzusetzen.
Lernen Kinder das Lautieren in der Grundschule?
Ja, in der modernen Grundschulpädagogik ist die Lautiermethode der Standard für den Schriftspracherwerb. Lehrer nutzen oft eine Anlauttabelle, damit die Kinder das ABC-Laute lernen und Wörter Buchstabe für Buchstabe „erhören“ können, bevor sie sie schreiben.
Was passiert, wenn ich meinem Kind Wörter buchstabiere statt lautiere?
Wenn du Buchstaben aussprechen lässt wie im Alphabet (z. B. „Ha-Ah-U-Es“ für Haus), hat dein Kind es schwerer, die Laute zu einem Wort zu verschmelzen. Es hört am Ende oft nur ein „Buchstabensalat-Wort“ wie „Ha-ahues“ heraus, was zu Frust beim Lesenlernen führen kann.












