Medienzeit f√ľr Kinder: Wie viel ist gesund?

Medienzeit f√ľr Kinder: Wie viel ist gesund?

Daten und Fakten zur Medienzeit von Kindern

Aus einer eigenen Umfrage von 200 Eltern im Zeitraum November 2020 bis Februar 2021 wei√ü EDURINO, dass die Mediennutzung in vielen Familien zu Konflikten f√ľhrt. Eltern sind sich vor allem unsicher, wie viel Bildschirmzeit f√ľr ihr Kind gesund ist.

Die KIM-Studie 2020 berichtet von einer täglichen Internetnutzungszeit von durchschnittlich 46 Minuten bei den 6-13-Jährigen. 42% dieser Altersgruppe besitzen ein Smartphone, 18% einen eigenen Laptop oder Computer und ca. 9% ein eigenes Tablet. Teilweise nutzen Kinder die Medien mit Geschwistern, Freund*innen oder Eltern, häufiger sitzen sie jedoch allein vor dem Bildschirm.

Digitale Medien sind aus dem Familienalltag also nicht mehr wegzudenken, doch statt des passiven Konsums können Eltern ihre Kinder auch dazu ermuntern, sie aktiv zu nutzen und mitzugestalten. Es gibt viele kinderfreundliche Websites und spielerische Lernprogramme, die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern entdecken können, anstatt sich von Youtube-Videos berieseln zu lassen.

Wie viel Medienzeit sollte man Kindern in welchem Alter erlauben?

Die BZgA empfiehlt folgende Mediennutzungsdauer:

  • ¬† ¬† ¬†¬†Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien nutzen¬†
  • ¬† ¬† ¬†¬†Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: h√∂chstens 30 Minuten t√§glich
  • ¬† ¬† ¬†¬†Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: h√∂chstens 45 bis 60 Minuten t√§glich

Dabei kommt es auch darauf an, was das Kind online macht und wie es mit Medien umgeht. Interaktive Inhalte wie ein digitales Lernprogramm oder Video-Anrufe von Freund*innen sind nat√ľrlich anders zu bewerten als eine halbe Stunde Kinderfernsehen, bei dem das Kind passiv vor dem Bildschirm sitzt. Du kennst dein Kind am besten und wei√üt, welche Programme es aufw√ľhlen k√∂nnten. Manchmal hilft es, das Gesehene im Anschluss zu besprechen oder kreativ zu verarbeiten, zum Beispiel indem ihr ein Bild dazu malt.

Die Bildschirmzeit komplett zu verbieten, ist keine gute Idee. Denn in der Zukunft wird der verantwortungsbewusste Umgang mit digitalen Medien ein enorm wichtiger Faktor in Bildung und Arbeitswelt sein. Du kannst dein Kind schon jetzt darauf vorbereiten, indem du altersgerechte Inhalte und Anwendungen auswählst und mit deinem Kind ausprobierst. Mit Lern-Apps wie EDURINO kann dein Kind die Medienzeit aktiv mitgestalten und spielerisch klassische Schulkompetenzen lernen. Ganz anders als bei Facebook, Instagram oder Netflix, wo man die App gar nicht mehr verlassen soll, können Kinder hier in kleine, abgeschlossene Lern-Geschichten eintauchen, die sich an ihre individuelle Entwicklung anpassen.

Wie kann ich meinem Kind einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien vermitteln?

Ganz einfach: Fangt bei euch selbst an. Wenn ihr ständig am Handy hängt, wird euer Kind nicht verstehen, warum es eine begrenzte Medienzeit hat, ihr aber nicht. Einigt euch deshalb auf medienfreie Zeiten, zum Beispiel beim Essen oder bei gemeinsamen Familienaktivitäten.

F√ľr kleinere Kinder ist eine technische Begrenzung der Bildschirmzeit angebracht, beispielsweise mit einem Wecker, da sie noch kein Zeitgef√ľhl entwickelt haben. Sobald euer Kind jedoch wei√ü, was Tages- und Uhrzeiten sind, solltet ihr feste Absprachen treffen, wann Bildschirmmedien bei euch im Alltag genutzt werden d√ľrfen. Wichtig dabei ist: Bleibt konsequent! Kinder m√∂gen Routinen und akzeptieren dann eher, dass die Ger√§te ausgeschaltet bleiben.

Generell gilt: Auf das richtige Maß kommt es an. Solange euer Kind genug Möglichkeiten hat, sich körperlich zu bewegen und mit Gleichaltrigen zu spielen, hat es einen gesunden Ausgleich zur Medienzeit.

Wie kann man Bildschirmzeit sinnvoll nutzen?

Wenn Kinder Zugang zum Internet haben, m√ľssen sie erst einmal mit der F√ľlle an Informationen zurechtkommen und diese einordnen k√∂nnen. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die Welt der Medien entdecken, um sie ihnen begreiflich zu machen und auf Gefahren hinzuweisen.

Eine M√∂glichkeit, Kinder zu digitalen GestalterInnen anstatt KonsumentInnen zu erziehen, sind kindgerechte Apps, mit denen sie spielerisch und individuell an neue Informationen und Lerninhalte herangef√ľhrt werden. Gute Apps sollten leicht bedienbar und werbefrei sein, sodass Kinder sie auch eigenst√§ndig nutzen k√∂nnen.

Denn Hand aufs Herz: Wenn euer Kind vor dem Bildschirm sitzt, habt ihr¬†endlich die Zeit, dieses wichtige Telefonat zu f√ľhren, ungest√∂rt das Abendessen vorzubereiten oder einfach mal in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken. Es ist v√∂llig in Ordnung, die Medienzeit euer Kinder auch f√ľr dich strategisch auszunutzen.

5 Tipps f√ľr Eltern zur sinnvollen Mediennutzung der Kinder

  1.       Medienzeiten an Alter und Nutzung anpassen
  2.       Digitale Medien gemeinsam mit deinem Kind ausprobieren, bevor du es damit allein lässt
  3.       Kindgerechte Medien auswählen, die dein Kind aktiv mitgestalten kann, z.B. Lern-Apps
  4. ¬† ¬† ¬†¬†Einen Ausgleich schaffen, z.B. mit sportlichen Aktivit√§ten oder gemeinsamen Ausfl√ľgen
  5. ¬† ¬† ¬†¬†Klare Regeln und Routinen zur Mediennutzung einf√ľhren, an die sich alle Familienmitglieder halten

Erfahre hier, wie EDURINO Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien vermittelt.