Kennst du das? Eigentlich war der Tag perfekt, doch wegen einer Kleinigkeit – der falschen Socke oder dem „falsch“ geschnittenen Apfel – bricht die Welt zusammen. Wenn Tränen fließen oder die Wut laut wird, fühlen wir uns als Eltern oft hilflos. Doch keine Sorge: Dass Kinder ihre Emotionen noch nicht kontrollieren können, ist kein Zeichen mangelnder Erziehung, sondern ein wichtiger Entwicklungsschritt.
In diesem Artikel erfährst du, wie die Emotionsregulation bei Kindern funktioniert und wie du dein Kind liebevoll durch den Gefühlsdschungel begleitest. 🌿
Was ist Emotionsregulation bei Kindern eigentlich?
Unter der Regulation von Emotionen versteht man die Fähigkeit, Gefühle nicht nur zuzulassen, sondern sie zu erkennen, zu benennen und die Intensität so zu steuern, dass man handlungsfähig bleibt.
Für ein Kind bedeutet das:
- Wahrnehmen: „Ich spüre gerade ein heftiges Gewitter im Bauch.“
- Verstehen: „Ich bin wütend, weil mein Turm umgefallen ist.“
- Handeln: Eine Lösung finden, statt nur zu schreien
Die Gefühlsregulation bei Kindern ist wie ein Muskel, der über Jahre hinweg trainiert werden muss. 🧠💪
Die Meilensteine: Die Entwicklung der Emotionen bei Kindern
Es hilft enorm, sich klarzumachen: Dein Kind will dich nicht ärgern, es kann oft einfach noch nicht anders. Die Entwicklung der Emotionen bei Kindern verläuft in Phasen:
- 0–2 Jahre: Gefühle werden ungefiltert erlebt. Die Bezugsperson muss „co-regulieren“ (beruhigen)
- 3–4 Jahre: Die Autonomiephase (Trotzphase) beginnt. Das Kind lernt, dass sein Wille mit der Realität kollidiert
- 5–6 Jahre: Das Gehirn lernt langsam, Impulse zu hemmen. Erste Strategien zur Selbstberuhigung entstehen
Eine emotionale Überforderung bei Kindern entsteht oft, weil das Gefühlszentrum im Gehirn (Amygdala) bereits auf Hochtouren läuft, während die „Logik-Zentrale“ noch im Bau ist.
Warum die Regulation von Emotionen so wichtig ist
Wer früh lernt, mit Frust, Angst oder Neid umzugehen, profitiert ein Leben lang davon. Eine gute Emotionsregulation fördert:
- Resilienz: Dein Kind lässt sich von Rückschlägen nicht so leicht unterkriegen
- Sozialkompetenz: Wer die eigenen Gefühle versteht, kann auch Empathie für andere entwickeln
- Konzentration: Wer nicht von seinen Gefühlen „gekapert“ wird, kann besser lernen und spielen 🎓
Praktische Tipps: So unterstützt du die Emotionsregulation bei Kindern im Alltag
Du bist der sichere Hafen für dein Kind. Mit diesen Strategien wird die Emotionsregulation für Kinder greifbarer:
- Gefühle benennen: Gib dem Gefühl einen Namen. „Du bist gerade richtig enttäuscht, dass wir gehen müssen, oder?“
- Validieren statt Abwerten: Vermeide Sätze wie „Ist doch nicht so schlimm“. Für dein Kind ist es in diesem Moment schlimm
- Die „Wut-Pause“: Führt gemeinsam ein Ritual ein, zum Beispiel tief in den Bauch atmen oder fest in ein Kissen boxen 🌬️
- Vorbild sein: Zeig deinem Kind, wie du mit Stress umgehst. „Mama ist gerade etwas gestresst, ich atme jetzt erst mal kurz durch.“
Spielerisch lernen: Mit Edurino die Welt der Gefühle entdecken
Kinder lernen am besten, wenn es Spaß macht. Genau hier setzt Edurino an. In unseren digitalen Lernwelten begleiten wir Kinder dabei, soziale Situationen und Emotionen spielerisch zu verstehen.
Durch interaktive Geschichten lernt dein Kind:
- Sich in andere Charaktere hineinzuversetzen (Empathie)
- Konflikte in einer sicheren, digitalen Umgebung zu lösen
- Wörter für komplexe Empfindungen zu finden
So wird das Tablet nicht nur zum Zeitvertreib, sondern zu einem wertvollen Werkzeug für die Gefühlsregulation. 🎮✨
Fazit: Für Emotionsregulation bei Kindern ist Geduld deine Superkraft
Die Emotionsregulation bei Kindern ist ein Marathon, kein Sprint. Es wird immer Tage geben, an denen die Gefühle überkochen – und das ist okay! Dein Job ist es nicht, alle negativen Gefühle zu verhindern, sondern deinem Kind zu zeigen, dass es auch in stürmischen Zeiten bei dir sicher ist.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Emotionsregulation bei Kindern
Hier findest du alle häufig gestellten Fragen und Antworten zum Thema Emotionsregulation bei Kindern.
Wie lernt mein Kind, seine Emotionen zu kontrollieren?
Das Emotionen kontrollieren ist ein Reifungsprozess des Gehirns. Du kannst dein Kind unterstützen, indem du Gefühle benennst, Verständnis zeigst (Validierung) und gemeinsam Strategien entwickelst, wie man zum Beispiel mit Wut umgeht (z. B. tief durchatmen oder eine „Wut-Ecke“ nutzen).
Wann ist eine emotionale Überforderung bei Kindern normal?
Besonders im Kleinkindalter (Autonomiephase) und bei großen Umbrüchen (Einschulung, Geschwisterchen) ist eine emotionale Überforderung völlig normal. Das Nervensystem ist dann schlichtweg mit der Intensität der Reize und Gefühle überlastet und braucht deine Hilfe zur Co-Regulation.
Was versteht man unter Gefühlsregulation bei Kindern?
Die Gefühlsregulation ist die Fähigkeit, eigene Emotionen wahrzunehmen, sie einzuordnen und ihre Intensität so zu beeinflussen, dass man nicht von ihnen „überrollt“ wird. Es geht nicht darum, Gefühle zu unterdrücken, sondern gesund mit ihnen umzugehen.
Ab welchem Alter entwickelt sich die Emotionsregulation bei Kindern?
Die Entwicklung der Emotionen bei Kindern beginnt ab der Geburt, doch die bewusste Regulation startet erst etwa ab dem 3. Lebensjahr. Erst im Schulalter ist die Impulskontrolle so weit entwickelt, dass Kinder ihre Gefühle über einen längeren Zeitraum selbstständig steuern können.







